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Mare Nostrum

Art. Nr.: 6034

Mare Nostrum

Wissensraum Mittelmeer
Autoren:
Ludolf Pelizaeus, Bernd Thum u.A.
lieferbar.

Schwerpunkt Gemeinsames Erbe Mittelmeer? Wer wir sind und wer wir sein wollen

Eigentlich müsste das Mittelmeer ein Raum der Verständigung sein. Aber ist es das wirklich? Der Publizist und Politikberater Asiem El Difraoui weist in diesem Band darauf hin, dass das Mittelmeer im Verlauf der Geschichte vor allem ein blutiger Schauplatz politischer Konflikte war. So war das »Mare Nostrum« Ausdruck eines imperialen Anspruchs der Römer, eingelöst durch Eroberungsfeldzüge zunächst gegen die Griechen, dann gegen die nordafrikanische Handelsmacht Karthago. Erst durch die Dampf- und Motorschifffahrt rückte das Mittelmeer im 19. Jahrhunderts so nah zusammen wie nie zuvor und es wurde zur Wiege der menschlichen Zivilisation erklärt. Heute ist das Mittelmeer wieder zur Quelle schlechter Nachrichten geworden. Bürgerkriege, Massentourismus, städtische Konzentration und Klimawandel stellen für das Kulturerbe am Mittelmeer einen gefährlichen Mix dar. Die Zerstörung von Kulturerbestätten hat in den vergangenen 15 Jahren stark zugenommen. Diese Zerstörungen werden wie Kriegswaffen eingesetzt, um Gesellschaften zu destabilisieren, ihre symbolischen Anhaltspunkte zu untergraben, den Widerstand der Bevölkerung zu brechen und den Wiederaufbau zu verhindern.

Der vorliegende Band greift die Ergebnisse von zwei Konferenzen der Stiftung Wissensraum Europa – Mittelmeer (WEM) auf. Die erste Konferenz »Geteiltes Erbe. Trans- und interkulturelles Kulturerbe im euro-afro-mediterranen Raum« fand als Teil des Europäischen Kulturerbejahrs 2018 in Stuttgart statt. Die Folgekonferenz widmete sich 2019 in Tétouan den Herausforderungen und Perspektiven des Architekturerbes der Kolonialzeit.

Dieser Band erscheint in Gedenken an Prof. Dr. phil. Bernd Thum. Der germanistische Mediävist und Kulturwissenschaftler Bernd Thum engagierte sich Zeit seines Lebens für einen kulturellen Dialog im Mittelmeerraum, den er als »verdichteten Kommunikationsraum« verstand. Aus dem von ihm aufgebauten Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland und dem Maghreb entstand 2010 mit Unterstützung des ifa die Stiftung Wissensraum Europa – Mittelmeer. Im Juni 2018 ist Bernd Thum nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.

Herausgegeben von: Stiftung Wissensraum Europa – Mittelmeer (WEM) e.V.; ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) in Zusammenarbeit mit der Candid Foundation gGmbH

Vera Simone Bader, Gerd Ulrich Bauer, M´hammad Benaboud, Yamina Bettahar, Abdelatif Bousseta, Cleo Cantone, Fadoua Charaa, Lobna Cherif, Asiem El Difraoui, Hebatallah Fathy, Mohieddine Hadhri, Ibtissam Lahrach, Bernadino Lindes, Verena Metze-Mangold, Ludolf Pelizaeus, Claudine Piaton, Regine Schulz, Mbaye Seye


In Gedenken an Prof. Dr. phil. Bernd Thum (* 1940 - † 2018), Präsident und Gründer der Stiftung Wissensraum Europa – Mittelmeer (WEM) e.V.


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