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JAHRESBERICHT 2014

Artikel 6 VON 6
Art. Nr.: 8001

JAHRESBERICHT 2014

Institut für Auslandsbeziehungen
Herausgeber:
Institut für Auslandsbeziehungen
1. Aufl. – Stuttgart , 2015. – 51 S.
– (ifa-Jahresberichte)
lieferbar.

GRUSSWORT DES GENERALSEKRETÄRS


Außenpolitik neu denken
Kulturaustausch ist Friedensarbeit. Dialog ist Wertschöpfung aus kultureller Vielfalt. Wir reflektieren und dokumentieren Kulturbeziehungen, handeln langfristig für internationalen Kulturaustausch, begleiten die Stärkung der Zivilgesellschaften auf der Basis von Kooperation und Perspektivwechsel. Die Initiative „Review 2014 – Außenpolitik Weiter Denken“ von Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier wirft einen kritischen Blick auf die Außenpolitik Deutschlands, um diese weiter zu entwickeln.
Das ifa beteiligte sich an diesem Prozess und veranstaltete gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt eine Podiumsdiskussion über „Verantwortung und Offenheit – Wo beginnt Willkommenskultur?“. Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bilkay Öney, Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg, Ergun Lümali, stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Daimler AG, Johannes Kärcher, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Alfred Kärcher GmbH & Co. KG sowie Njeri Kinyanjui, Geschäftsführerin der Hottpott Saucen-Manufaktur diskutierten über Ansätze, Werte und Ziele einer zukunftsweisenden Willkommenskultur in Deutschland. Ob es in Deutschland bereits eine zufriedenstellende Willkommenskultur gibt und an welchen Punkten anzusetzen ist um Deutschland zu einem attraktiven Land für Migranten zu machen, waren die zentralen Fragen der Podiumsdiskussion.

Begegnungen
Der persönliche Kontakt, die Begegnung zwischen den Menschen und Kulturen steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. In unseren Programmen und Projekten bringen wir Menschen zusammen, um voneinander zu lernen, Verständnis zu fördern und gemeinsam für eine friedlichere Welt zu kämpfen. Mit dem 15. Stuttgarter Schlossgespräch schlossen wir mit einem Blick auf die deutsch-brasilianischen Beziehungen im April eine erfolgreiche und inspirierende Reihe von Veranstaltungen zu aktuellen Fragen ab. Mein Dank gilt der Robert Bosch Stiftung für die langjährige vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit. Ein für mich persönlich herausragendes Ereignis war auch 2014 die Verleihung des Theodor-Wanner-Preises für Frieden und Völkerverständigung an den Friedenskämpfer Ernesto Cardenal. Auch hier möchte ich herzlich danken: Dr. Adam-Claus Eckert, dem langjährigen Vorsitzenden des Fördervereins für das ifa, der uns stets engagiert unterstützte.
Gratulieren möchte ich an dieser Stelle Stephan Brübach, dem neuen Vorsitzenden des Fördervereins zum neuen Amt. Wir schätzen den Förderverein als stetigen Unterstützer und Förderer unserer Arbeit.
Gemeinsam mit der Clingendael Foundation (Niederlande), dem Charhar Institute (China) und der Robert Bosch Stiftung diskutierte das ifa in Shanghai auf der dritten gemeinsamen Konferenz auf die wachsende Bedeutung von Städten in den Beziehungen zwischen China und Europa.
Ein Blick in die gemeinsame Geschichte anlässlich des hundertsten Jahrestages des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs war Ziel der Konferenz „Europäische Erinnerungskulturen“ im Dezember im Auswärtigen Amt. Diskutiert wurden Ziele, Inhalte und Wahrnehmungen nationaler, zivilgesellschaftlicher und grenzüberschreitender Erinnerungskonzepte in Europa.

Zeit für Neues
Ausgehend vom Leitbild entwickelte das ifa in den letzten Jahren das Konzept „Green ifa“, das seit 2014 umgesetzt wird. Praktische Maßnahmen wie Ökostrom, Recyclingpapier und Mülltrennung wurden bereits umgesetzt, ebenso die Reduzierung von Flugreisen. So übernimmt das ifa nicht nur Verantwortung in der Welt, sondern konkret auch vor Ort.
Als Anlaufstelle für Gäste aus dem In- und Ausland sowie als neue Visitenkarte im Herzen von Stuttgart das ifa mit dem Eine-Welt-Laden, dem Globalen Klassenzimmer, Engagement Global, dem Willkommens-Center der Stadt Stuttgart und der Region sowie dem Welt-Café attraktive Mitstreiter gewonnen. Es bilden sich neue Netzwerke und Verbindungen, das ifa rückt stärker ins Zentrum der Stadt und wächst in seiner Rolle als Akteur für internationale Begegnungen. Mit der Eröffnung des „WeltRaums“, unseres neu gestalteten Veranstaltungssaals, werden im Jahr 2015 erste Schritte in Richtung 100 Jahre ifa im Jahr 2017 unternommen.

Dank unseren Partnern und Förderern
Mit der Unterzeichnung einen Kooperationsabkommen vereinbarten das ifa als Denkfabrik für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und der Deutsche Musikrat als Ratgeber für Politik und Zivilgesellschaft eine noch engere und stärkere Zusammenarbeit, um die Synergieeffekte zwischen Innen- und Außenkulturpolitik verstärkt zu nutzen. Nicht alle unsere Partnerschaften sind institutionalisiert, doch deswegen nicht weniger bedeutsam oder aktiv, ganz im Gegenteil. Ohne diese seit Jahren gewachsenen persönlichen und intensiven Kontakte könnte das ifa weite Teile seiner Arbeit nicht stemmen.
Mit Stolz und Freude danke ich daher allen, die uns durch dieses Jahr begleitet haben, insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Auswärtigen Amts, die unsere Arbeit nachhaltig unterstützt haben.
Wir danken allen unseren Partnern, Freunden und Förderern, den Mitgliedern und dem Präsidium sowie unseren Beiräten herzlich für ihre ideelle und materielle Unterstützung sowie besonders allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz. Es ist schön, dass Sie uns auch 2014 begleitet haben.

Ihr
Ronald Grätz
Generalsekretär des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)

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