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Weltweit. 2018

Art. Nr.: 8005

Weltweit. 2018

Jahresbericht des Instituts für Auslandsbeziehungen
Herausgeber:
Institut für Auslandsbeziehungen
1. Aufl. – Stuttgart , 2019. – 49 S.
– (ifa-Jahresberichte)
lieferbar.

VORWORT


Die Weltpolitik hält uns in Atem. Vermeintliche Gewissheiten werden nahezu täglich in Frage gestellt. Hier sind nicht zuletzt die USA im Fokus, die die alte Grundordnung in vielen Bereichen in Frage stellen. Die Außenkulturpolitik reagiert darauf, aber auch zur Stärkung des transatlantischen Kulturaustauschs mit einem Deutschlandjahr USA unter dem Motto „Wunderbar together“, an dem das ifa mit mehreren Ausstellungen beteiligt ist.

Thematisiert wurden die außenkulturpolitischen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA auch in der Dissertation „Re-winning American hearts and minds. Weimar public diplomacy and the United States, 1902–1934”, die mit dem ifa-Forschungspreis 2018 ausgezeichnet wurde – ein Zeichen, wie wichtig es ist, die Geschichte im Blick zu behalten. Wie wichtig es ist, die Geschichte zu kennen, um die Gegenwart zu verstehen, zeigt die Diskussion um das koloniale Erbe nicht nur in Deutschland, die die Museumskultur und die Kulturpolitik aktuell prägt. Das ifa-Forschungsprogramm hat in diesem Kontext im vergangenen Jahr eine Studie herausgegeben, die aktueller nicht sein könnte: „Reflexion kolonialer Vergangenheit in der musealen Gegenwart? Kuratorische Herausforderungen an der Schnittstelle von ethnologischen Museen und Kunst“. Auch beim Martin Roth Symposium, das das ifa in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt organisierte, stand der Umgang mit dem nationalen Erbe im Mittelpunkt – das Thema wird die Außenkulturpolitik nachhaltig verändern.

Ein weiteres großes Thema ist der Klimawandel, der aktuell durch die Jugenddemonstrationen „Fridays for Future“ in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gerückt wird. Die Zeitschrift KULTURAUSTAUSCH erstellte in der ersten Ausgabe 2018 eine Bestandsaufnahme zur Situation der Erde im Hinblick auf die klimatischen Veränderungen. Auch die Stipendiatinnen und Stipendiaten unserer Programme sind Hoffnungsträger – für ihr Land, für den Dialog, für die Zukunft. Sie setzen sich u. a. für gesellschaftliche Veränderungen, Partizipation von Jugendlichen und benachteiligten Bevölkerungsgruppen sowie demokratische Prinzipien ein. Akteure der deutschen Minderheiten aus Mittelost-, Südosteuropa und den GUS-Staaten kamen 2018 in Berlin zusammen, um Chancen und Möglichkeiten verbandlicher Jugendarbeit und Teilhabe zu formulieren. Bei dem alljährlich stattfindenden Sommercamp der deutschen Minderheiten in Polen stand die Auseinandersetzung mit den Werten und Themen eines gemeinsamen Europas wie demokratische Partizipation, Meinungsfreiheit, soziales Engagement, zivilgesellschaftliche Teilhabe, Rolle der Medien, Populismus, Migration und Diversität im Mittelpunkt. Europa ist ohnehin „Dauerthema“, nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch in unseren Programmen und Projekten. Das wachsende Engagement der Zivilgesellschaft für Europa ist ein gutes Zeichen, auch wenn gleichzeitig die Zahl der Europaskeptiker zunimmt und die Zukunft Europas so unklar erscheint wie lange nicht. Mit sowohl hoffnungsvollen als auch skeptischen Stimmen beobachtet der „Kulturreport Fortschritt Europa“ die Entwicklungen. Nicht zuletzt hat uns die europaweite Datenschutzgrundverordnung beschäftigt – auch das ein sowohl positives als auch herausforderndes Thema.

Wir danken den Zuwendungsgebern, dem Auswärtigen Amt, dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst des Landes Baden-Württemberg und dem Kulturamt der Stadt Stuttgart für die umfangreiche Unterstützung und die gute Kooperation. Wir danken darüber hinaus den vielen Institutionen in Deutschland, mit denen wir im Berichtszeitraum intensiv und produktiv zusammengearbeitet haben, sowie unseren Partnern weltweit. Nicht zuletzt gilt unser Dank den Abgeordneten des Bundestags und des Europäischen Parlaments, die sich für unsere Arbeit engagieren, uns unterstützen und uns beraten. Wir danken auch den Beiräten Kunst, KULTURAUSTAUSCH, WIKA, RAVE und Forschungsprogramm, den Jurys des Theodor-Wanner-Preises, des ifa-Forschungspreises sowie dem Freundeskreis für die Biennale Venedig und dem Förderverein für das ifa für Rat und vielfältige Hilfe.

Ein besonderer Dank gilt der Mitgliederversammlung und dem Präsidium, die uns stets kritisch-kollegial begleiten. Insbesondere danken möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ifa, die auch im vergangenen Jahr unermüdlich und engagiert die Programme und Projekte auch unter nicht immer einfachen Umständen umgesetzt, begleitet und zum Erfolg geführt haben!

An dieser Stelle heiße ich unseren neuen Präsidenten Prof. Dr. Dr. h. c. Ulrich Raulff herzlich willkommen, der uns seit letztem Jahr produktiv begleitet.

Wir werden unsere Arbeit in bewährter Form fortsetzen und dort weiterentwickeln und verändern, wo dies zur Sicherung unseres Erfolgs und für unsere Zukunft notwendig und sinnvoll ist.

Ronald Grätz, Generalsekretär

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