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Weltweit. 2019

Artikel 1 VON 6
Art. Nr.: 8006

Weltweit. 2019

Jahresbericht des Instituts für Auslandsbeziehungen
Herausgeber:
Institut für Auslandsbeziehungen
1. Aufl. – Stuttgart , 2020. – 88 S.
– (ifa-Jahresberichte)
lieferbar.

VORWORT


Der vorliegende Jahresbericht zeigt wieder auf beeindruckende Weise die große Bandbreite der Tätigkeiten des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen). Freuen Sie sich auf die staunen machende, überraschende und vielfältige Arbeit des ifa.
2019 war ein Jahr vielfältiger Aufbrüche, Experimente und Innovationen. Zukunft muss jeden Tag gestaltet werden. Digitalisierung war und ist hierbei das alles umfassende Ziel, denn in digitalen Verfahren, Formaten und Kommunikationswegen liegen die großen Potenziale des Hauses. Die Reichweite von Ausstellungen und Publikationen kann enorm erweitert, die Kommunikation mit unseren Zielgruppen bedeutend intensiviert und die öffentliche, d.h. politische Wirkung erheblich gesteigert werden.
Exemplarisch für die vielen herausragenden Projekte, die im Folgenden vorgestellt werden, seien hervorgehoben die Biennale Venedig, der Theodor-Wanner-Preis und die Bedeutung des ifa innerhalb der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP).

Seit über 40 Jahren organisiert und betreut das ifa den Deutschen Pavillon auf der Biennale Venedig. Gefördert vom Auswärtigen Amt und unterstützt durch den Freundeskreis des Deutschen Pavillons ist dieser Auftritt eines der wichtigsten außenkulturpolitischen Projekte Deutschlands in der Welt. Auch diesmal wurde, kuratiert von Franciska Zólyom, ein Pavillon gestaltet, dessen kühne, intellektuelle Ästhetik und politischer Anspruch viel Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Der Theodor-Wanner-Preis, Ende des Jahres verliehen an Federica Mogherini, bis kurz zuvor Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und stellvertretende Kommissionspräsidentin, war ein politischer Meilenstein nicht zuletzt dank der programmatischen Rede der Preisträgerin für eine wirkliche Europäische Union. Außenminister Heiko Maas hielt die Laudatio, was für uns eine besondere Freude und Ehre war.
Der Abschluss neuer Zielvereinbarungen zwischen dem Auswärtigen Amt und dem ifa und die intensive Mitarbeit von Kolleginnen und Kollegen des Instituts am Prozess der Entwicklung einer neuen Strategie für die AKBP 2020 trugen wichtige programmatische Impulse in das Institut. Von besonderer Bedeutung waren dabei die Unterstützungsleistungen des Forschungsprogramms und der Bibliothek. In zunehmendem Maße entwickelt sich das ifa zu einer impulsgebenden und strukturbildenden Plattform, die den Status einer bloßen Projekte-Organisation hinter sich lässt. Der gesamte Bereich der Förderungen spiegelt diese Entwicklung, ebenso wie das neue internationale Forschungsnetzwerk ICCRA und das Biennalen-Engagement der Kunstabteilung.
Auch in Baden-Württemberg und Stuttgart haben wir unser Engagement verstärkt. Eine Diskussion zum Thema „Hat Alexa Menschenrechte?“ in Zusammenarbeit mit dem Landtag Baden-Württembergs und dem Institut français reflektierte kritisch die Bedeutung neuer Medien und deren technische Derivate für unser Alltagsleben, unsere Persönlichkeitsrechte und die Technisierung der Lebenswelt.
Stärker denn je ist das ifa von der tiefen Überzeugung getragen, dass die Zukunft der Europäischen Union in der integrativen Kraft der Kultur liegt und in der Gestaltung der EU als eine Union der Kulturen. In dieser Sicht wurden wir durch zwei Bücher von Ulrike Guérot unterstützt. „Wie hältst du’s mit Europa?“ und „Was ist die Nation?“ erschienen in der ifa-Edition im Steidl-Verlag. Letzteres stand auf Platz 3 der Sachbuch-Bestsellerlisten und skizziert Europa als eine Nation vieler Kulturen.

Wir möchten schließen mit einem großen Dank an unsere Zuwendungsgeber, die uns seit Jahrzehnten hervorragende Partner sind: Für das Auswärtige Amt die Abteilung 6 – Kultur und Kommunikation, für das Land Baden-Württemberg das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und für die Stadt Stuttgart deren Kulturamt. Unseren Beiräten und Jurys danken wir für wichtige Impulse und kritische Begleitung unserer Arbeit.
Von enormer Bedeutung für den Erfolg unserer Arbeit war die große Unterstützung, die wir vom Förderverein für das ifa und vom Freundeskreis des Deutschen Pavillons auf der Kunstbiennale Venedig sowie weiteren Spendern, Mäzenen, Sponsoren und Förderern erfuhren. Gemeinsam bilden sie ein breites Netzwerk, das uns stützt und Kraft und Motivation verleiht.
Das zentrale Aufsichtsgremium des Instituts, das Präsidium, hat die operative Arbeit des ifa auch in diesem Jahr tatkräftig, kritisch und stets konstruktiv begleitet. Wir sind dankbar für ihr Engagement, für ihr Mitdenken und ihre Unterstützung. Großer Dank gilt der Mitgliederversammlung, dem wichtigsten Vereinsorgan. Sie gibt dem ifa Rückhalt und verankert es in der Gesellschaft.
Ein besonders lebhafter Dank geht an alle Kolleginnen und Kollegen des ifa in Stuttgart und Berlin. Ihre tägliche Arbeit, ihr Engagement und ihr Gestaltungswille, ihr Bestreben, eine hervorragende Mittlerorganisation innerhalb der AKBP zu sein, sind die Basis allen Handelns und allen Erfolgs: Das Institut verdankt, was es ist und was es leistet, unseren Kolleginnen und Kollegen.

Der Jahresbericht wäre unvollständig, würde er nicht das Schicksal der ifa Akademie erwähnen. Von einem bestimmten Zeitpunkt an ließen sich die Schwierigkeiten, die aufgrund einer Reihe von externen Einflüssen auftraten, nicht mehr meistern. Umso glücklicher sind wir, dass es uns gelungen ist, eine Fortführung der ifa Akademie durch das Kolping-Bildungswerk Baden-Württemberg erreicht zu haben. Unter seinem Dach werden die Deutschkurse fortgesetzt und ein Großteil der Arbeitsplätze gesichert.

Wir möchten schließen mit einem kurzen Ausblick auf das kommende Jahr. Wir werden uns Fragen des Klimawandels und der globalen Gerechtigkeit, der Bedeutung von Zivilgesellschaften und der Europäischen Union, der Migration und Digitalisierung widmen. Der unter Druck geratene Begriff der Freiheit, das Verhältnis von Natur und Kultur und die Beziehungen von Innen- und Außenkulturpolitik werden darüber hinaus wichtige Themen unserer Arbeit sein.

Wir wünschen eine anregende Lektüre. Bleiben Sie an unserer Seite, bleiben Sie uns gewogen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Raulff, Präsident
Ronald Grätz, Generalsekretär

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